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Umfrage 1999 - Beardie Revue

Spirit of Caledonia

Regina und Rolf Blessing              Mülheim an der Ruhr, den 04.06.1999      Priesters Hof 94

45472 Mülheim an der Ruhr

 

Beardie Revue

Eva-Maria Krämer

53819 Neunkirchen-Seelscheid

 

Umfrage für September 1999

Ihr Fax vom 03.06.1999

Sehr geehrte Frau Krämer,

zunächst möchten wir uns dafür bedanken, dass Sie uns bei der Umfrage einbeziehen.  

Da Sie sicherlich eine Menge Tips und Hinweise bekommen werden, wollen wir uns auf einige grundlegende Dinge beschränken, diese aber etwas ausführlicher angehen.  

Zunächst unterstellen wir, dass der potentielle Aussteller einen Beardie mit ordnungsgemäßen Papieren bekommen hat und vielleicht der Züchter schon auf die Möglichkeit der Ausstellung aufmerksam gemacht hat. In diesem Fall ist auch weiterhin der Rat des Züchters wichtig; er kennt seine Linie und deren Entwicklungspotential, er kennt die Ausstellungen, er kennt die Richter – somit kann er wertvolle Tips geben, wie der Einstieg für Hund und Besitzer am leichtesten vollzogen werden kann. Wenn der Anfänger etwas lernen soll, muß er selbst ausstellen und nicht der Züchter.  

Steht ein Züchter nicht oder nicht mehr zur Verfügung gilt folgendes:  

Es macht keinen Sinn, einen Hund auszustellen, der daran oder an etwas ähnliches nicht gewöhnt ist. Am Besten ist es, dem Hund zunächst zu Hause das Stehen, das Zähnezeigen und das Laufen beizubringen und ihn dann anfangs einfach als Besucher mit auf kleine Ausstellungen zu nehmen. Dort kann man zwar auf seine Bedürfnisse eingehen, aber auch in einer stillen Ecke unter “Echtbedingungen” schon mal ein bißchen üben.  

Hat der Beardie keine ordnungsgemäßen Papiere oder wurde er im Ausland erworben, gibt es Probleme, die nur in enger Zusammenarbeit mit dem Club für Britische Hütehunde e. V. angegangen werden sollten (eine Beschreibung der Regularien würde hier zu weit führen).  

Die Frage, ob es Sinn macht, einen zuchttauglichen Hund, der nicht in die Zucht gehen soll, auszustellen, ist einfach mit “ja” zu beantworten. Solange es Hund und Besitzer Spaß macht, spricht nichts dagegen, zumal das Ausstellen an sich ja nur kurze Zeit dauert. Die Vorbereitungen, die Anreise, Gespräche mit vielen Gleichgesinnten, Erfolgefeiern usw. sind Begleiterscheinungen eines Hobbies, die viel mehr Zeit in Anspruch nehmen.  

Etwas anderes ist es, wenn der Beardie nicht in die Zucht gehen soll, weil er absolut nicht zuchttauglich ist und dieses auch offenkundig wird (z. B. fehlende Hoden). Hier sollte sich der Besitzer die Mühe sparen, denn aufgrund der offenkundigen Fehler ist weder mit ansprechenden Bewertungen noch mit vorderen Plätzen zu rechnen.

Hinsichtlich des schönen Fells hält sich offenbar immer noch hartnäckig das Gerücht, dass dies etwas mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit zu tun haben soll. Hierzu nur folgenden Tip: “Befreien Sie Ihren Hund nach dem Spaziergang von allen seinen Mitbringseln im Fell, lassen Sie dem Dreck Zeit, von alleine aus dem Fell zu rieseln und bekämpfen Sie ihn nur spärlich mit Detergentien, setzen Sie Kamm und Bürste nur dann ein, wenn es sich lohnt und nicht weil z. B. gerade Freitag ist. Am Tag vor der Ausstellung verbietet sich ein Schlammbad oder das dichte Untergestrüpp im Wald von selbst, aber was spricht gegen Bewegung am Fahrrad etc.?”   

Zur Frage der Chance auf vordere Plätze: Als absolute Anfänger gewannen wir 1979 mit unserer ersten Hündin auf unserer ersten Ausstellung in Antwerpen (BRABO) in der Jugendklasse gegen eine große Konkurrenz; wir kannten niemanden – uns kannte niemand.  

Abschließend noch ein Tip:  

Die Anfänger von heute können die bekannten Gesichter von morgen sein.

 

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